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Cup vor Neuanfang: Organisatoren um Josef Gais suchen ab sofort Nachfolger für ihre Ämter

Von Michael Duschl

Nach acht Jahren ist Schluss: Die Turnierleitung um ihren Vorsitzenden Josef Gais will ihre Ämter turnusgemäß bei der Jahreshauptversammlung ihres Vereins im Herbst abgeben. Das bestätigten die amtierenden Organisatoren der Landkreismeisterschaften im Hallenfußball am Montagabend der Heimatzeitung. Im Idealfall soll eine Ende Oktober, Anfang November neu gewählte Führung bereits die Hallenturniere im Winter 20/21 organisieren.

Der Rückzug von Gais & Co. kommt nicht überraschend. Der Turnierleitungschef ist seit März Bürgermeister von Hohenau, auch bei seinen Stellvertretern Jürgen Anetzberger und Björn Strahberger sowie deren Mitstreitern haben sich während der zweiten Amtszeit die Prioritäten verändert. Frühzeitig wollen sie einen geordneten Übergang vorbereiten. „Der Cup braucht einfach neue Kräfte", ist Josef Gais überzeugt. Mit seiner Mannschaft hatte er 2012 die Turnierleitung in einer schwierigen Phase nach Bekanntwerden finanzieller Ungereimtheiten übernommen und durch die Einführung der neuen Spielform Futsal geführt. Kurz vor Ende seiner Amtszeit zieht der Hohenauer ein positives Fazit: „Letzte Saison ist ganz gut gelaufen, die letzten zwei Jahre sind wir auch dank des BFV mit einem Plus rausgekommen und die Zusammenarbeit mit den Vereinen und dem Verband war immer ehrlich und fair." Mittlerweile werde Futsal auch nicht mehr so kritisch gesehen und darum sieht Gais durchaus eine Zukunft für den Landkreiscup.


Bei Vereinsauflösung: Geld ginge an Landkreis


Darum wünschen sich die Amtsinhaber, dass sich bald Interessenten für die Nachfolge finden. „Rüstige Rentner, Jungspunde oder Vereine, die das übernehmen möchten" der Kreis derer, die die ehrenamtliche Arbeit im seit 2012 eingetragenen Verein ausführlich ihren können, ist laut Gais groß. Auch ein bereits aktives Turnierleitungsmitglied brauche bloß seine Bereitschaft signalisieren, so der Vorsitzende. Er und all die anderen Erfahrenen- angefangen von Geschäftsführer Frank Wallstab über Cupmanager Günter Schönberger bis hin zu Kassier Dieter Philipp und Schriftführerin Gudrun Friedberger - wollen sich nicht „einfach so" aus der Verantwortung stellen, sondern die neuen Turnierorganisatoren einarbeiten und unterstützen.

Obwohl die Melde- und Zuschauerzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig waren und eine Austragung heuer aufgrund der Pandemie nicht gesichert ist, werden die Routiniers mithelfen, „wo wir können und sollen", betont Gais, der auch darauf hinweist, dass der Bayerische Fußballverband (BFV) um Kreisspielleiter Wolfgang Heyne ebenfalls ein zuverlässiger Partner ist und als Ratgeber zur Seite steht.

Sollte der schlimmste Fall eintreten und sich keine Person, Mannschaft oder Verein für die Organisation der Hallenmeisterschaften finden, würde der Verein wohl aufgelöst und das verfügbare Guthaben - rund 13 500 Euro - an den Landkreis übergehen. Der Cup für Herren, Frauen und Juniorenkicker, der seit mittlerweile 46 Jahren ausgetragen wird, stünde in diesem Fall jedoch vor einer ungewissen Zukunft. Der BFV-wie in nahezu allen niederbayerischen Landkreisen - wurde wohl als Ausrichter gemeinsam mit örtlichen Fußballklubs die Qualifikationsturniere für die Kreismeisterschaften Niederbayern Ost organisieren.

Passauer Neue Presse

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